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Wo wohnst du in Leipzig?
- Wir wohnen zentral in Leipzig, eigentlich nur 5 Minuten mit dem Auto in die Stadt rein. Schon mittendrin.
Fühlst du dich da wohl?
- Na ja, in einer Stadt zu leben, finde ich ziemlich gut. Es wohnen viele Menschen da, ziemlich viele unterschiedliche Menschen. Deshalb ist eine Stadt auch eher offen für alles, finde ich.
In einem Dorf wäre das anders?
- Auf dem Dorf kennt jeder jeden und dann heißt es: die eine hat ihren Treppendienst nicht gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass es ziemlich viel Lästerei ist und so. Man ist da auch an Züge und Busse gebunden, die dann in die nächstgrößere Stadt gehen, wenn man mal zum Einkaufen gehen will oder ins Kino. Also ich finde es schon schön, in der Stadt zu wohnen. Da hat man ziemlich viele Möglichkeiten, auch was später das Studieren betrifft. Dann muss man nicht so weit weg von den Eltern.
Ihr wohnt hier in einer Altbauwohnung...
- Ja, in einem sanierten Altbau, unterm Dach. Da haben wir einen ganz großen Sprung gemacht. Eine schöne Dachwohnung mit Schrägen, 20 Quadratmeter. Mit Rauhfasertapete. Das ist für mich ziemlich schön, wenn das nicht so glatt ist. Und auch in einer ziemlich guten Gegend. Wir sind hier auch das höchste Haus, da können wir richtig nach Leipzig reingucken, an klaren Tagen sogar bis zum Völkerschlachtsdenkmal.
Und vorher?
- Wir hatten mal in einer Neubauten-Plattensiedlung gewohnt, da habe ich meine Kindheit verbracht.

Plattenbausiedlung, Berlin, Marzahn
Foto: WoHi
Ist das so schlimm, wie manche im Westen glauben?
- Nein, das war auch schön, man konnte viel mit dem Fahrrad herumfahren. Aber so vom Wohnen her war es ziemlich doof. Es sieht alles so kahl aus. Mein Kinderzimmer früher war ziemlich klein.
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