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Fronleichnamsprozession

Unter einem Baldachin
trägt der Priester die Monstranz mit der Hostie durch die Straßen. In Gestalt der Hostie wird die Gegenwart Christi gefeiert. Viele Gläubige folgen singend und betend dem Zug.

Foto: Wolfgang Hieber

Seit dem 13.Jahrhundert gibt es die Fronleichnamsprozession. Sie findet am Dreifaltigkeitstag statt, am Donnerstag 11 Tage nach Pfingsten. Es ist gewissermaßen eine öffentliche Zurschaustellung des Glaubens. Viele Menschen nehmen an der Prozession teil: Ordensleute, Kirchengemeinden, Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Studentenverbindungen, Handwerksinnungen. Viele tragen zur Feier des Tages ihre Festtagstracht.

Zu den Prozessionen der Großstädte mit vorwiegend katholischer Bevölkerung kommen auch Teilnehmer aus vielen Ländern. Sie alle legen ein öffentliches Bekenntnis ihres Glaubens ab. Aber es geht auch um die Demonstration von Macht und Einfluss: Die Größe der Prozession ist ein deutlicher Hinweis darauf, welches Gewicht die katholische Kirche im öffentlichen Leben der betreffenden Stadt hat.

Junge Birkenbäume
schmücken den Prozessionsweg. Die Birkenzweige werden nach der Prozession als Schmuck in den Herrgottswinkel oder als Segenszeichen auf die Felder gesteckt. Die Zweige sollen Glück und Segen bringen.
Foto: Wolfgang Hieber

Der sonntägliche Kirchgang

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© Wolfgang Hieber 1998-2009