(Gespräch mit Ex-Karnevalsprinz Gregor H., Aachen)
Diese Abende, die Auftritte, die Kleidung - wer zahlt das?
"Wer so eine Prinzenrolle übernimmt, muss sich schon auch
finanziell engagieren. Dem Kölner Dreigestirn kostet ein Karneval
etwa 150.000 Euro. Hier in Aachen muss ein Prinz ca. 50.000 Euro aufbringen.
Ohne Geld geht es nicht. Ich habe das selbst bei mir gesehen:
Wir hatten viel Spaß, aber sonst hat es keine Vorteile gebracht."
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Das Kölner Dreigestirn
"Janz Kölle deit jetz jubiliere met uns Drei Fastelovend fiere"
Auf hochdeutsch: "Ganz Köln jubiliert und feiert jetzt mit den drei Narren"
Bessere Geschäftskontakte?
"Es ist nicht so, daß man im Betrieb danach mehr Aufträge
bekommen hätte, weil man Karnevalsprinz war. Trotzdem ist seit 10
Jahren vieles sehr reglementiert worden. Vorsichtshalber."
Eine karnevalistische Ader
"Ja, man braucht sicher eine karnevalistische Ader. Man muß es
bei solchen Karnevalsveranstaltungen schaffen, sich, seiner Truppe und
den Leuten Freude zu machen." |
Foto: ZIK
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Am Aschermittwoch ist dann alles - wie ein Spuk - vorbei
"Nicht ganz. Schön ist z.B., daß alle Prinzen - sofern sie
den Aschermittwoch überleben - in das Ex-Prinzen-Korps kommen. Da
trifft man sich zwei oder dreimal pro Jahr. Nur diese Ex-Prinzen. Wir machen
auch mal eine Fahrt. Am Tag der Proklamation, am 9. Januar, treffen wir
uns alle. Vorher ist noch ein Ordensfest. Und da sind wir fast alle immer
vollzählig."
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