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Tradition und Geschäft

Woher kommt Karneval (Fasching)?
Nach alter Tradition wollte man sich vor der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, nochmals richtig ausleben. Und man wollte den kirchlichen Sittenwächtern ein Schnippchen schlagen. Früher war der Karneval die einzige Zeit, in der ausgelassene Freizügigkeit geduldet war. Und heute? 365 Tage im Jahr kann, wer will, nackte Haut zur Schau stellen, flirten, anbaggern und auf Seitensprung sein. Das alles ist keine Frage des Kalenders mehr. Zum Nachteil des Karnevals: er hat ein wenig seine Funktion als Ventil für ausgelassene Lust verloren.

Der Trompeter
Der Trompeter
Auch in kleinen Städten gibt es Karnevals- und Faschingsumzüge. Musikkapellen von Vereinen sorgen für gute Stimmung.
Foto: Wolfgang Hieber

Es wird viel Geld verdient
Die Narrenzeit ist ein Riesengeschäft: sie sichert rund 15 000 Arbeitsplätze - bei Kostümschneidern, Scherzartikelherstellern, Ordensfabrikanten usw. Zwischen 1. Januar und Aschermittwoch werden bundesweit mindestens eine Milliarde Euro umgesetzt. Auch Wirte und Taxifahrer machen in dieser Zeit gute Umsätze.

Meine Fragen zum Karneval (Fasching)/ Mein Bericht

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© Wolfgang Hieber 1998-2009