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Woher kommt Karneval (Fasching)?
Nach alter Tradition wollte man sich vor der Fastenzeit, die mit dem
Aschermittwoch beginnt, nochmals richtig ausleben. Und man wollte den kirchlichen
Sittenwächtern ein Schnippchen schlagen. Früher war der Karneval
die einzige Zeit, in der ausgelassene Freizügigkeit geduldet war.
Und heute? 365 Tage im Jahr kann, wer will, nackte Haut zur Schau stellen,
flirten, anbaggern und auf Seitensprung sein. Das alles ist keine Frage
des Kalenders mehr. Zum Nachteil des Karnevals: er hat
ein wenig seine Funktion als Ventil für ausgelassene Lust verloren.
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Der Trompeter
Auch in kleinen Städten gibt es Karnevals- und Faschingsumzüge. Musikkapellen von Vereinen sorgen für gute Stimmung. |
Foto: Wolfgang Hieber
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Es wird viel Geld verdient
Die Narrenzeit ist ein Riesengeschäft: sie sichert rund 15 000
Arbeitsplätze - bei Kostümschneidern, Scherzartikelherstellern,
Ordensfabrikanten usw. Zwischen 1. Januar und Aschermittwoch werden bundesweit
mindestens eine Milliarde Euro umgesetzt. Auch Wirte und Taxifahrer machen
in dieser Zeit gute Umsätze. |