| "Beerdigung" |
Alltag international
Eine Auswahl der Forumsbeiträge aus aller Welt zu diesem Thema (sprachlich korrigiert)
Misuk Tschoae aus Südkorea: Die Zeremonie dauert drei Tage
Dem Leichnam werden kurz nach dem Tod die Augen zugedrückt, die Arme und die Beine ausgestreckt. Das Gesicht, die Hände und die Füße werden mit Alkohol sauber gemacht. Die Familie des Toten legt den Kopf des Leichnams nach Osten.
Vor den Leichnam wird eine weiße Stellwand gestellt, vor diese ein kleiner Tisch. Der Tisch wird mit weißem Papier bedeckt. Auf dem Tisch steht Essen, das jeden Tag erneuert wird. Ein großes Bild des Verstorbenen wird auf den Tisch gestellt. Links und rechts neben dem Bild wird je eine Kerze angezündet.
Vor den Tischen verbeugt sich die Familie. In der vorderen Reihe knien die Männer, dahinter die Frauen. Diese Zeremonie dauert in der Regel drei 3 Tage.
(Beitrag 625, Von: parkmensing@netsgo.com, Misuk Tschoae aus Taejon
Shoko aus Japan: Kaum Musik bei Beerdigungen
In Japan wird fast keine Musik bei der Beerdigung gespielt und für den Toten werden bestimmte Blumen gewählt (z.B. Chrysanthemen)
(Beitrag 231, Von: ad00d01@mailedu2.ipc.kanazawa-u.ac.jp, Shoko SATO))
Elva Tong und Cheuk-man Lok aus Hongkong/China: Das Empfangsheft
Wenn die Gäste in der Halle ankommen, müssen sie sich zuallererst in das 'Empfangsheft' beim Eingang eintragen und das Bestattungsgeld gleich der Familie des Verstorbenen geben.
Dafür bekommen sie von der Familie eine kleine weiße Tüte, in der ein Bonbon, eine Münze und ein weißes Tuch stecken. Damit können die Gäste die Trauer und das Pech abwehren. Sie sollen es nicht nach Hause bringen.
Nach der Beerdigung trifft man sich bei einem Leichenschmaus. Bei diesem Schmaus werden normalerweise sieben Gänge bestellt. Die meisten davon sind Gerichte, die der Verstorbene im Leben gern mochte.
Es klingt komisch, aber ein Platz mit Besteck ist auch für ihn am Tisch reserviert. Obwohl er nicht dabei sein kann. Man glaubt und hofft, dass er mit den Angehörigen das Essen trotzdem genießt!
(Beitrag 228, Von: elvatong@netvigator.com, Elva Tong)
Binggoy von den Philippinen: Was man nicht tun soll
Es ist eine Tatsache, dass Filipinos abergläubisch sind. Übliche Bräuche sind: Man muss einen gebrochenen Rosenkranz in die Hand des Verstorbenen legen. Niemand darf duschen oder baden oder das Haus putzen, während die Leiche im Haus ist. Die Familie darf sich bei den Gästen nicht bedanken oder sie zur Tür bringen.
Bevor die Leiche das Haus verlässt, müssen schwangere Frauen zuerst das Haus verlassen. Aber wenn die ganze Trauerprozession versammelt ist, dann müssen alle der Prozession folgen. Niemand darf vor der Leiche am Friedhof sein. Nachbarn und Leute, die am Weg der Prozession wohnen, dürfen nicht feiern oder eine Party geben. Passanten werfen Münzen für ihr eigenes Glück und hoffen, dass der Verstorbene für sie beten wird.
Dieser Aberglaube verhindert, dass der Verstorbene zurückkehrt. Es ist ein bisschen ironisch, dass gerade die Leute, die um den Verstorbenen weinen, alles tun, um seine Rückkehr als Geist zu vermeiden.
(Binggoy de Ocampo, Philippinen)
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Mein Bericht: Der Ablauf einer Beerdigung
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