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Walter R. (54 Jahre, Gymnasiallehrer, München):
"Gleich nach dem Tod - nachdem der Arzt den Totenschein ausgestellt
hat - müssen die weiteren organisatorischen Dinge erledigt werden.
Am nächsten Tag, vormittags, kam ein Zuständiger des Beerdigungsinstituts
zu meiner Mutter nach Hause und besprach mit ihr alles, was in Bezug auf
die ersten Behördengänge und auf die Beerdigung zu tun war. Es
ging um die Überführung vom Krankenhaus in Rosenheim nach München,
wo er beerdigt werden sollte. Und alle die Detailfragen, die im Zusammenhang
mit einer Beerdigung anstehen. Zuerst die Frage, wo die Beerdigung stattfinden
soll; ob es eine Erd- oder Feuerbestattung sein soll. Dann legt das Beerdigungsinstitut
so eine Art Katalog vor, aus dem man die genauen Beerdigungsarrangements
zusammenstellen muß.
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Entschieden werden muss:
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welcher Sarg; ob er innen mit Stoffen ausgeschlagen ist oder nicht; aus
welchem Holz; vom einfachen Fichtensarg bis zum Eichensarg mit Lorbeer-Beschlägen;
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ob der Sarg im Leichenschauhaus geöffnet sein soll oder nicht;
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welche Musik bei der Beerdigung gespielt wird;
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welcher Schmuck in der Aussegnungshalle;
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welcher Paravan und welche Buchsbäumchen am Grab;
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welche Kränze, mit welchen Schleifen und welchem Spruch;
welcher Text für die Benachrichtigungskarten an die Verwandten
und Bekannten. |
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Alle Detailfragen hat meine Mutter mit dem Herrn vom Beerdigungsinstitut
abgesprochen. Der Beerdigungstermin wird übrigens von der Stadtverwaltung
München festgelegt, da hat man selbst überhaupt keinen Einfluß
darauf, weil - gerade Oktober und November - sehr viele Beerdigungen sind.
Es wird mitgeteilt: die Beerdigung ist am soundsovielten um soundsoviel
Uhr. Fertig. Erst wenn dieser Termin feststeht, kann man die Seelenmesse
mit dem Pfarrer absprechen und den Pfarrer fragen, ob er an diesem Termin
für die Beerdigung zur Verfügung steht."
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