ACHTUNG: Dies ist das Kaleidoskop-Archiv. Besuche doch hier die neue Version!

Kaleidoskop Menü Meinung

Zum Thema Menü: Mahnmal
Walser-Bubis-Debatte

Dem Schriftsteller Martin Walser wurde der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Anläßlich der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche hielt er eine Rede, die heftige Kontroversen ausgelöst hat. Er sprach über seine Gefühle beim Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus.

Ignatz Bubis, früherer Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat in seiner Rede zum 60. Jahrestag der Pogrom-Nacht Martin Walser vorgeworfen, er propagiere Schlussstrich-Denken und Vergessen. Eine "Normalisierung" könne und dürfe es in Sachen Holocaust nicht geben.

Schließlich schaltete sich noch Klaus von Dohnanyi in die Debatte ein. Klaus von Dohnanyis Vater kam im Widerstand gegen die Nazis ums Leben. Dohnanyi, der ehemalige SPD-Bürgermeister von Hamburg, wollte in der Bubis-Walser-Kontroverse vermitteln, sorgte aber unerwartet für neuen Zündstoff mit der Bemerkung, man wisse nicht, wie sich die Juden verhalten hätten, wenn in der Nazizeit "nur" die Behinderten, die Homosexuellen oder die Roma in die Vernichtungslager geschleppt worden wären. Ignatz Bubis sah in dieser Frage eine "bösartige Unterstellung".

Zur genaueren Information über die Argumente in dieser Debatte hier die Reden von:

Martin Walser
Ignatz Bubis
Klaus von Dohnanyi

Meine Meinung zum Thema "Mahnmal"

  Zurück zum Menü (Mahnmal)

© Wolfgang Hieber 1998-2009