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Zur Diskussion:
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Gunnar Heinsohn leitet an der Universität Bremen das Europäische Institut für Völkermordforschung. In seinem Buch "Söhne und Weltmacht" schreibt er, in Gesellschaften nehme die Neigung zu Gewalttätigkeit sprunghaft zu, wenn der Anteil perspektivloser Jugendlicher an der Gesamtbevölkerung auf über 20 Prozent ansteigt. Auch vor 500 Jahren sei das schon so gewesen. Terror, Gewalt, Krieg - so Heinsohn - haben also (auch) eine demographische Ursache.
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Gefährlich und gewalttätig wird es, so argumentiert Gunnar Heinsohn,
- weil es jungen Menschen in vielen Gesellschaften an Aufstiegsmöglichkeiten mangelt
- weil 30 Prozent der 6,3 Milliarden Menschen jünger als 15 Jahre alt ist (youth bulge)
- weil Kinder eines "Jugendbooms" schnell ihre Neigung zu gewalttätigem Handeln mit religiösen und ideologischen Motiven rechtfertigen
- weil es kein allgemeines Menschenrecht auf Wichtigkeit, Aufmerksamkeit und "Gebrauchtwerden" für eine heranwachsende Generation gibt
- weil die Bevölkerung islamischer Länder in nur 100 Jahren von 150 Millionen auf 1,2 Milliarden Menschen angewachsen ist
Die Geschichte habe gezeigt, so Gunnar Heinsohn,
- dass die europäische Bevölkerungsexplosion um 1500 zur Kolonisierung der Welt durch gewaltbereite, in Europa überflüssige junge Männer geführt hat
- dass die überflüssigen, nicht-erbenden Zweit- und Dritt-Söhne durch eine Moral der Sexualunterdrückung noch in ihrer Kampfbereitschaft aufgeheizt wurden
- dass Herrscher zu allen Zeiten überschüssige Söhne zu Massenheeren formten
- dass Unterschiede im Fortpflanzungsverhalten von Bevölkerungen geschichtsmächtige Konsequenzen haben
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