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Zur Person Albert F., Unternehmer
Anwesenheitskontrolle

"Morgens im Büro hole ich als erstes die Anwesenheitskartei raus. Wir haben 24 Mitarbeiter, im Büro sind 6 Leute, die anderen im Außendienst. Ich muß also kontrollieren, ob einer krank ist, und prüfen, ob alle Mitarbeiter an Bord sind, ob alle eingeteilten LKWs auch wirklich unterwegs sind."

Bei Fahrern
"Ich sehe nach, ob sich einer vielleicht überhaupt nicht abgemeldet hat. Normalerweise kriegt man das schon nachts mit, wenn einer z.B. um 5 Uhr abfahren sollte und er ruft um halb 5 an, daß es ihm schlecht ist. Aber die Terminladung muß raus. Also rufe ich schnell einen Mitarbeiter vom Büro an: "Schnell, du mußt raus und die Tour fahren". Meist erwischt es meinen Bruder oder den vorgesehenen Ersatzmann.
Jeder Fahrer ist verantwortlich, das rechtzeitig zu melden. Man muß rund um die Uhr erreichbar sein. Oberstes Gebot dabei ist: Der Termin darf nicht platzen - auch nicht bei Motorschaden."

Bei Büroleuten
"Zum Beispiel telefoniert einer und sagt, meiner Frau ist's schlecht, ich habe sie ins Krankenhaus gebracht; keiner würde einfach drei Stunden wegbleiben, ohne es vorher zu melden; er ruft immer vorher an. Der Fahrer muß das schon viel früher wissen, die Tour darf ja nicht ausfallen; auch Leute, die gerade im Urlaub sind, müssen mal raus zum Einspringen."

Bei Krankmeldungen
"Bis 3 Tage hat jeder Mitarbeiter Anspruch auf Karenztage ohne Arztbesuch. Er muß sich aber unverzüglich telefonisch am ersten Tag im Büro melden. Nach 3 Tagen hat die Krankschreibung vom Arzt vorzuliegen, z.B. für eine Woche. Danach braucht er wieder einen neuen Schein vom Arzt. Die gesetzliche Regelung besagt, daß es ausreicht, wenn der Kranke den Schein per Post schickt. Aber bei einem kleineren Betrieb ist immer auch ein persönlicher Anruf üblich. Im Schnitt haben wir sechs bis acht Prozent Krankmeldungen. Es passiert schon mal bei uns, daß ein Fahrer sich irgendwo den Fuß einklemmt oder beim Entladen eine Latte auf den Kopf kriegt. Über die Jahre gesehen fällt aber auf: Die Älteren waren viel weniger krank - unser Geschäftsführer bei über 40 Jahren Arbeitszeit im Schnitt nur 1,2 Tage pro Jahr."

Meine Reaktion/ Bisherige Reaktionen

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© Wolfgang Hieber 1998-2009