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Ferienjobs
Philipp F., mit 17, Oberkochen

Wie findet man so einen Ferienjob?
"Meist über die Eltern. Weil zum Beispiel der Vater in der Firma arbeitet. Und ich sage "Komm, guck doch mal, ob du mir da einen Job besorgen könntest". Oder man bewirbt sich direkt, geht hin und sagt "Ja, ich bräuchte einen Ferienjob, haben Sie vielleicht was?"

Wo hast du bisher gejobbt?
"Ich habe in einer Stahlhandelsfirma gejobbt. Eisenstangen auf Paletten getan, zusammengeschnürt und zugesägt. 6 Euro die Stunde. Der andere Job war eine Arbeit in der Putzkolonne. Ich mußte Teppichböden schamponieren, mit Geräten durchs Schulhaus durch. 5 Euro die Stunde."

In den Ferien Geld verdienen
Philipp möchte in den Ferien lieber nichts tun. Aber er braucht Geld. Also sucht er sich einen Job. Sein Vater hilft ihm dabei. Philipp jobbt mal in einer Stahlfirma, mal bei einer Putzkolonne. Für 5 oder 6 Euro die Stunde. Das Geld braucht er für den Führerschein.

Gefällt dir das Jobben? Oder tust du es nur, um Geld zu verdienen?
"Das Wichtigste ist das Geld. Sonst würde ich so einen Job gar nicht machen. Ich habe null Bock da drauf. In den Ferien möchte ich eigentlich meine Ruhe haben und nicht früh aufstehen müssen und arbeiten gehen. Um halb sieben aufstehen, das ist schon anstrengend. Und noch dazu in den Ferien. Solche Jobs sind nur eine Geldfrage."

Und wofür gibst du das selbst verdiente Geld aus?
"Ich brauche das Geld für den Führerschein. Das möchte ich mir dafür zusammensparen. Ich tu es auf mein Konto drauf, es sind jetzt 1.300 Euro. Angefangen habe ich vor zwei Jahren. Da ist aber auch Geld von Geburtstagen dabei, oder von Weihnachten. Im Oktober fange ich mit dem Führerschein an, und ich möchte die Prüfung genau im Februar nächstes Jahr machen, wenn ich 18 werde."

Hast du dann auch die Gelegenheit, Auto zu fahren?
"Ich hoffe mal, daß ich ein Auto kriege. Oder meine Schwester leiht mir ihren Roller. Oder ich kann mal am Wochenende das Auto von der Mutter haben. Da muß man sich halt absprechen. Wir werden uns schon irgendwie einigen. Aber vielleicht kriege ich auch ein eigenes Auto, das kann ich mir schon vorstellen. Wir wohnen ja etwas außerhalb, und irgendwie muß ich da immer wegkommen, sonst bin ich eingesperrt. Und das können meine Eltern auch nicht ewig mit mir machen. Es ist schon schlimm, unter der Woche immer an den Bus gebunden zu sein oder nach Hause trampen - mit 18 Jahren, wenn ich dann den Führerschein habe. Abends länger wegbleiben, ist dann überhaupt nicht möglich. Der letzte Bus fährt um halb 11 abends zu uns rauf. Auf das Trinken verzichte ich gern, wenn ich dafür Auto fahren kann."

Bericht: Mein Ferienjob 

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© Wolfgang Hieber 1998-2009