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Ursula W., Lehrerin |
"Bei mir können die Schüler auch aufstehen und so ein Papiertuch holen, wenn sie kein Tempo dabei haben, um sich die Nase zu putzen; oder wenn sie etwas in den Papierkorb werfen wollen. Nur wenn das ausufert und ich merke, jemand nützt das aus, dann greife ich ein. Aber das passiert eigentlich fast nicht, weil ich dazwischen immer wieder mal Bewegungsübungen mache. Und nach anderthalb Stunden ist ja wieder eine Pause. Oft mache ich auch Montag früh einen Sitzkreis, und dann lasse ich sie übers Wochenende erzählen. Daß sie auch ein bißchen abspannen können oder auch um Fernsehsendungen zu verarbeiten. Das starre lange Sitzen gibt es eigentlich nicht mehr."
"Als wir die Schule neu bezogen haben, war der eigentliche Schulhof mit Kopfsteinpflaster und einer Mauer abgetrennt, und da haben sich die Schüler nur da aufhalten dürfen. Das war schon sehr eng. Die konnten nicht laufen und nichts. Also haben wir darauf gedrängt, die Schüler auf den Sportplatz rauszulassen. Der Chef hat das auch eingesehen. Und seit wir das machen, ist es ideal. Sie können sich auf dem ganzen Fußballplatz aufhalten, wenn es trocken ist. Bei Feuchtigkeit müssen sie auf dem Hauptplatz bleiben, und wenn es regnet, sind sie ohnehin drin. Es gibt natürlich in jeder Klasse Störenfriede. Die hat es immer gegeben. Man kennt sehr schnell seine Pappenheimer. Am besten, man arrangiert sich mit ihnen. Man muß eben eine Methode finden, wie man mit ihnen umgeht. Mit Daumen drauf allein geht es nicht. Einige brauchen einfach nur Anerkennung. Wenn man ihnen die gibt, dann ist es o.k." |
Was wir im Unterricht dürfen und was verboten ist
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© Wolfgang Hieber 1998-2009