|
|
Ursula W., Lehrerin |
|
"In der dritten Klasse und Anfang der vierten entscheidet sich schon, wer aufs Gymnasium gehen will. Also viele Eltern sind da überrascht, die glauben, in der ersten, zweiten Klasse haben ihre Kinder alles gut und schön gemacht. Da läuft eben doch vieles spielerischer ab, es gibt deshalb auch keine Noten in den ersten beiden Schuljahren. Ab der dritten Klasse wird es schon knallhart, das verkraften manche Kinder und auch manche Eltern eben nicht so ganz."
"Meiner Erfahrung nach kann ein Kind, das fleißig lernt, das den Stoff gut bewältigt und ein gutes Gedächtnis hat, die ersten vier Jahre im Gymnasium schaffen. Aber ich muß den Eltern auch klar machen, daß es am Gymnasium ja die Aufgabe hat, zum Abitur zu kommen." "Und für diesen Weg sind die wichtigsten Voraussetzungen: daß ein Kind selbständig arbeiten kann, daß es Ausdauer hat, Konzentrationsfähigkeit, eigenständiges Denkvermögen und die entsprechende Arbeitshaltung. Es sollte also einen Sachverhalt selbst erkennen können, Lösungsschritte selber entwickeln ohne Vorbild. Es muß, wenn eine Aufgabe anders gestellt ist als sonst, trotzdem selbst den Weg finden."
"Oder auch Gefahrenpunkte erkennen. Benzin etwa ist hochexplosiv, ist gefährlich. Woran kannst Du das erkennen? Fällt Dir dazu etwas ein aus dem Alltag? So kommen die Kinder zum Beispiel selbst drauf, warum an der Tankstelle "Rauchen verboten!" steht." |
Was man in der Schule lernen sollte
Zurück zum Menü (Ursula W., Lehrerin)
© Wolfgang Hieber 1998-2009