Arbeit im Stall
"Wir stehen so zwischen halb sechs und sechs Uhr auf.
Erst machen wir die Arbeit im Stall. Im Sommer muss
das Vieh von der Weide reingetrieben werden zum Melken. Im Winter richten
wir das Futter her, holen Sägemehl und
streuen ein. Auch Stroh. Stroh müssen wir woanders kaufen, wir haben
ja keinen Getreideanbau. Dann wird der Stall sauber
gemacht, die Kühe werden geputzt. Anschließend frühstücken
wir, schon etwas Kräftiges, mit Eiern, Speck
und so. |
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"Auf der Weide düngen wir mit Mist und Jauche, Kunstdünger verwenden wir
grundsätzlich nicht,
der macht zuviel kaputt. Die Gräben entlang den
Wiesen müssen sauber gehalten werden, damit das Wasser abläuft,
dann wächst das Gras auf der Wiese besser, und
die Kühe haben besseres Futter. 10 Stück Großvieh haben wir noch.
Mittags richtet
die Bäuerin das Essen her,
kocht, und wir setzen uns mit 5 bis 6 Leuten an den
Tisch. Wir haben zwar viel Arbeit, und bis auf die fünf Jahre im Krieg
und in Kriegsgefangenschaft war ich nicht einen einzigen
Tag weg. Kein Tag Urlaub, nichts. Immer das Haus versorgen,
das Vieh. Gestern bin ich 75 geworden." |