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Zur Person Peter S.
Spanplatten-Fabrik

"Ich habe mich bei den Atix-Werken beworben. Dort werden Spanplatten für Küchen und so gepresst. Ein Freund von mir hat da gearbeitet, als Elektriker, und wir haben öfter mal miteinander geredet, wenn ich daheim war. Er merkte, dass mir das Wacheschieben beim BGS (Bundesgrenzschutz) nicht mehr so passte. Als dann Stellen bei Atix frei wurden, hat er mir's gesagt und ich hab mich gleich beworben. Ein Anruf dort - und ruckzuck ist's gegangen. Kündigung beim BGS, die Kündigungsfrist waren drei Monate, aber sie haben mich sogar 14 Tage früher gehen lassen, damit ich die Arbeit auch annehmen konnte.

Bei Atix war ich Schichtführer. Ich hatte vier Mann in meiner Gruppe, und meine Aufgabe war es, an einer großen Säge die Platten, je nach Maß, herunterzuschneiden. Die anderen haben abgemessen und nach Fehlern geprüft. Wenn wir viel Ausschuß produziert haben, mußte ich für die ganze Gruppe geradestehen. Die Arbeit an sich war ja nichts Schwieriges - eine kurze Anlernzeit und schon lief das.

Das Problem war, dass ich innerhalb der Firma zu einem anderen Arbeitsplatz wechselte. Der Schichtführer dort hatte einen Unfall und hat das nicht mehr machen können. Ich sollte das übernehmen, immerhin mit 15 bis 18 Leuten. Das war mir ganz recht, auch dass ich mehr verdienen sollte. Ich sagte aber gleich, dass ich - wenn ich nicht damit zurecht kommen sollte - auf meinen alten Arbeitsplatz zurück möchte. "Ja, ja, das geht schon", hat es geheißen."

Hartfaserplatten
"Nach drei Wochen hatte ich ständig Kopfweh. Es waren die Hartfaserplatten. Das ist so verleimtes Zeug, und das hat dermaßen gestunken. Ich konnte das nicht aushalten und habe dann dem Chef gesagt: "Tut mir leid, aber ich schaffe das mit dem Geruch nicht." Schon nach einer Viertelstunde bekam ich jedesmal Kopfweh. "Nein, das gibts nicht", hat er gemeint."

"Ob ich zurück zur alten Stelle kann, wollte ich wissen. Hm, das sei jetzt schwierig, der hätte sich dort schon eingearbeitet und wo soll man mit dem jetzt hin... Okay, ich war dann ruhig, habe nichts mehr gesagt, aber mich stillschweigend um eine andere Arbeit umgesehen. Kurze Zeit später hab ich gekündigt - nach insgesamt drei Jahren bei dieser Firma."

Meine Reaktion/ Bisherige Reaktionen

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© Wolfgang Hieber 1998-2009