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Zur Person Peter S.
Beim Bundesgrenzschutz

"Nach der Lehrzeit hab ich mich freiwillig zum BGS (Bundesgrenzschutz) gemeldet. Da war mal ein Prospekt in der Zeitung, alle Möglichkeiten dort waren super angepriesen, sogar Fallschirmspringen kann man. Oder die GSG 9, die Spezial-Eingreifgruppe im Kampf gegen Terroristen, die damals aufgestellt worden ist - das hat mich interessiert, das Sportliche. Mit siebzehn einhalb Jahren hab ich da angefangen. Da wollte ich eigentlich länger bleiben.

Aber es war die Zeit mit Baader-Meinhof, 6 Monate in Bonn, 4 Monate in Stuttgart, da ist man eigentlich immer nur abkommandiert worden zum Wacheschieben, immer um das Gefängnis in Stammheim herum. In Bonn mußten wir die Politiker bewachen, die Gebäude, wo sie geschlafen haben, oder bei den Sitzungen sind wir außen gestanden mit der MP im Anschlag. Das war schon recht eintönig."

Viel Spaß
"Sonst war's eine Superzeit, von der Kameradschaft her. Die Leute wirklich nett, sowas würde ich gern sofort wieder haben. Zuerst haben wir Fußball gespielt, dann sind wir meist in die Sauna. Alles war da, sogar ein Solarium. Und immer viel Sport, in einer richtigen Sporthalle. Ja, und dann sind wir zusammen ausgegangen, haben vorher geschwitzt, und die Flüssigkeit braucht man natürlich wieder. Also wurde fest aufgetankt. Viel Spaß, einfach so. Bis um 3 oder 4 Uhr früh.

"Leider waren es nur zwei Jahre. Aber wie gesagt: das dauernde Wacheschieben hat mir nicht gefallen, und es war keine Änderung in Sicht. Drei Wochen am Stück Wacheschieben, zwei Tage frei, wieder drei Wochen. Ab und zu mal ein 14-tägiger Sonderurlaub. Aber was soll ich mit dem Urlaub, wenn alle anderen zu dieser Zeit arbeiten müssen? Ich wollte lieber etwas Geregeltes..."

Meine Reaktion/ Bisherige Reaktionen

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© Wolfgang Hieber 1998-2009