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Zur Person  Erik V., Berufsanfänger
Es hat geklappt!

Sie haben jetzt eine Stelle bei einer Firma. Was hat da wohl den Ausschlag gegeben …?
"Ich denke, eine ganz große Rolle spielt letztlich nicht der Personalchef, sondern der zuständige Leiter der Fachabteilung, der den neuen Mitarbeiter einstellt. Der Personalchef macht die grobe Vorauswahl. Er sortiert die Bewerbungen aus, 10 oder 15, die in Frage kommen. Und dann lädt sich derjenige aus der Fachabteilung, der den neuen Mitarbeiter einstellt, nur drei zu einem persönlichen Gespräch ein. Bei dem Gespräch geht es schon eher um fachliche Themen. Und da, so habe ich den Eindruck, wird der genommen, bei dem der betreffende Entscheidungsträger, nämlich der Leiter dieser Fachabteilung, sich selber wiederfindet. Nachträglich hat sich herausgestellt, daß mein jetziger Chef auch die sehr seltene Fächerkombination Chemie und Kunst hatte."

Wie haben Sie diese Zeit der Jobsuche empfunden? Belastend?
"Ja, es ist eine gewisse psychische Belastung. Doch. Besonders am Anfang, wenn man ständig nur Absagen bekommt. Kommen dann ein paar Zusagen, geht es schon wieder besser. Nach den ersten negativen Antworten im Anschluß an Vorstellungsgespräche geht die Stimmung wieder runter. Es ist auf jeden Fall immer ein Auf und Ab."

Wie war der Übergang ins Berufsleben? Gab es Enttäuschungen?
"Es ist erst mal eine unheimliche Erleichterung. Die große Neugier, die man in der ersten Zeit mitbringt, führt dazu, daß man etwas übermotiviert ist. Der Tätigkeitkeitsbereich ist ja völlig neu für mich. Ein dreiviertel Jahr vorher, zur Diplomarbeit, war ich in einem Ingenieurbüro. Und jetzt bin ich in der Produktion. Also etwas ganz anderes. Da ist der Umgang mit den Leuten vielleicht etwas schwieriger. Man kommt als Grünschnabel von der Universität an, bei uns ist noch viel Schichtbetrieb, und da geht es etwas rauher zu. Man muß sich erst mal zurechtfinden. Plötzlich merkt man, daß man sehr oft mit irgendwelchen Kleinigkeiten zu tun hat, mit ganz Alltäglichem, und nicht an großen Projekten arbeiten kann, wie man es sich vielleicht vorstellt im Studium. Zumindest ist das bei mir jetzt so. Aber damit habe ich auch kein Problem."

Meine Fragen an Erik V./ Mein eigener Bericht 

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© Wolfgang Hieber 1998-2009