|
|
Wann ging das los mit der Suche nach einem Arbeitsplatz?
"Etwa drei bis vier Monate, bevor ich die letzte Prüfung hatte.
Im November war Absolventenkongreß in Köln. Da bin ich hingefahren
und habe mich schon etwas informiert. Dann kamen auch schon Adressen, und
man hat langsam angefangen, an einige Firmen zu schreiben. Kurz vor Weihnachten
habe ich die ersten Bewerbungen abgeschickt." |
|
Liest man auch Stellenangebote in den Zeitungen?
"Ja, sicher, Zeitungsannoncen sind auch eine Möglichkeit. Aber
weniger für Studienabgänger. Bei den ausgeschriebenen Stellen
werden meist Leute mit drei oder vier Jahren Berufserfahrung gesucht. Und
der Arbeitsmarkt war nun mal so, daß es da wohl genug davon gab,
und dann fallen die Hochschulabsolventen natürlich hinten durch. Auf
jeden Fall hat das bei mir so gut wie keinen Erfolg gehabt."
Und außer Zeitungsannoncen - welche Möglichkeiten gibt es
da noch?
"Es gibt Absolventenkongresse, speziell für Hochschulabsolventen.
Dort betreiben die großen Firmen richtig Personal-Marketing, damit
sie dann für eine Stelle so 100 Bewerber ungefähr haben und entsprechend
auswählen können. Sie rekrutieren ihre jungen Mitarbeiter in
erster Linie auf solchen Kongressen. Oder man kann sich auch blind bei
Firmen bewerben. Das ist auch möglich. Das geht gerade bei Großunternehmen.
Man scheibt sie einfach an, die haben ja ihre eigenen Personalabteilungen.
Bei solchen großen Firmen habe ich anfragt, und die schicken dann
eben Informationsmaterial zu. Das kann man entsprechend aufarbeiten und
dann versuchen, eine Bewerbung zu schreiben."
Wählt man aus und sagt: bei der Firma nicht, bei der schon eher
und bei dieser Firma gern?
"Eine großartige Auswahl hatte ich nicht. Am Anfang hat man natürlich
erst nach Firmen geschaut, die in ihrem Arbeitsbereich irgendwie dem Hauptstudium
entsprochen haben. Zum Beispiel entsprechend dem Thema der Diplomarbeit:
Wo könnte man sich da bewerben? Aber weil letztes Jahr die Arbeitsmarktsituation
nicht so gut war, hat man sehr schnell gemerkt, daß man ein bißchen
weiter gehen muß. In die Breite." |