ACHTUNG: Dies ist das Kaleidoskop-Archiv. Besuche doch hier die neue Version!

Kaleidoskop Menü Menschen

Zur Person  David R., Student
Forumsbeiträge

Angeregt durch das Porträt David R., sind ans Forum viele Beiträge zum Thema "Studium" geschickt worden:   Seite 1 |   Seite 2

Beitrag 498
Datum: 3 Mar 1999
Von: coucou@frankreich.fr
Betreff: Studium/ David R., Zhalen und Fakten

Also, Ich denke dass, Sie, die deutchen Studenten, glueck haben. SIE HABEN KEIN EINSCHREIBGEBUHREN !!! In Frankreich, wir auch etwas wie 1200DM im Monat ausgeben aber, in September wir mussen auch unseren einschreibgebuhren zhalen, und es ist teuer (ueber 1000 DM). Also bleiben Sie in deutchland, es ist besser : ))


Beitrag 497
Datum: 3 Mar 1999
Von: sauriat@ensicaen.ismra.fr (Sauriat Florent, Frankreich)
Betreff: Studium/ David R., Geld, Hochschule und Uni

Hallo!
Ich heisse Florent und studiere an der ISMRA (eine franzosische Hochschule im CAEN, Normadie).
Ich wollte, sehr schnell, meine Hochschule vorstellen.
Hier hat man alles was wir wollen (INTERNET, viele computer, schoene Klassenzimmer...). Ich habe viel Glueck und weisse es. Es ist nicht wie an der Uni wo die finanziellen Mittel sind nicht da. Geld ist ein Problem in Frankreich und in die anderen Laender. Deshalb bin ich sehr froeh um da zu sein.

Natuerlich, manchmal gibt es Probleme ( Vorlesungen Montag frueh um acht Uhr, das Kost, die Mensa ) aber sie sind nicht 'wichtig' fuer mich.
Sie haben Fragen, Vorwuerfe, kontaktieren mich.
Viele Gruesse aus Frankreich.
Florent.


Beitrag 496
Datum: 3 Mar 1999 (gautheri@ensicaen.ismra.fr)
Betreff: Studium/ David R., Universität

Ich bin eine Franzosiche Studentin und ich finde sehr Interessant den Deutschestudenten bedingungen mit Franzosichen zu vergleichen. In Frankreich wohnnen die meisten Studenten individuell in ihrer eigenem Universitaetszimmer. Die Wohnungsgemeinschaft ist nicht gewoennlich. Fuer den Universitaet eintritt muss man Studiengebuehr und Studentenkrankenheitversicherung bezahlen Der Minister des Nationalen Erziehungsministeriums entscheidet was fuer ein Programm jeder Bereich haben muss. So gibt es nur kleine Unterschiede zwischen den franzoesischen Universitaeten. Obwohl es auch einen Professorenmangel in Frankreich gibt, duerfen alle Studenten zu der Uni.


Beitrag 484
Datum: 26 Feb 1999
Von: Rückantwort: bhattikueppers@hotmail.com (Heidi Bhatti-Küppers)
Betreff: Studium/ David R., oberstufenkolleg

Das 'Oberstufen-kolleg (OS)ist eine UNESCO-Projektschule an der Universitaet Bielefeld. Es ist eine besondere einzigartige Bildungseinrichtung. (Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland nur das eine OS in Bielefeld.) Die 4-jaehrige Ausbildung fuehrt zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur), schliesst aber - je nach Faecherwahl - zwei Semester des Grundstudium schon mit ein.
Web-Adresse: http: //www.uni-bielefeld.de/OSK
 


Beitrag 477
Datum: 17 Feb 1999
Von: Rückantwort: venries@ensicaen.ismra.fr (Robert Muda)
Betreff: Studium/ David R., Uberschieden französischen Studien und deutschen Studien

Ich habe schon ein Praktikum in Deutschland gemacht, und ich habe die Uberschieden franzoesischen Studien und deutschen Studien beobachten.

Franzose haben zum Beispiel eine grosse Pause fuer Essen, im Gegensatz dazu, haben die Deutschen nur 30 minuten um ihre Sandwiche zu essen. Ich habe schon ein Praktikum in Deutschland gemacht, und ich habe die Uberschieden franzoesischen Studien und deutschen Studien beobachten.

Franzose haben zum Beispiel eine grosse Pause fuer Essen, im Gegensatz dazu, haben die Deutschen nur 30 minuten um ihre Sandwiche zu essen.


Wir sind zwei französische Studentinnen, 9 Jan 1999, Lyon, Frankreich (389)

Hallo!!!!
Wir heissen Marie-Sophie und Juliette. Wir sind zwei franzosische Studentinnen und wir mochten Dir erklaren, wie unseres Studntenleben ablauft. Du musst dennoch wissen, dass nur einige Studenten den selben Studiengang wie wir folgen. Die meisten franzosischen Studenten gehen in die Uni. Aber wir sind an einer Ingenieurhochschule in Lyon, die Centrale heisst . In Frankreich ist es schwierig, an einer Ingenieurhochschule zugelassen zu werden. Zwei Jahrelang sind wir in einer Vorbereitungsklasse, wo man zu viel arbeitet. Denn am Ende des zweiten Jahres schafft man menshe Prufungen, und man wird an der Hochschule zugelassen, die man gewahlt hat, nur wenn man bei den Besten ist. Es ist wichtig, an einer guten Ingenieurhochscule zugelassen zu werden, weil es nachher leichter ist, einen Ingenieurbetrieb zu finden. Centrale in Lyon ist eine gute Ingenieurhochschule, aber nicht die beste.
Wir sind an dieser Hochschule vor zwei Monaten angekommen. Die Wissenchaftlichen Studienfacher werden uns vorgeschrieben, aber wir konnen die Sprachen wahlen, die wir lernen mochten. Wir beide lernen Englisch, Deutsch und Italienisch. Wir werden an dieser Hochschule drei Jahrelang sein, aber wir mochten, das dritte Jahr in Deutschland oder Italien verbringen.
Es besteht kein Zwang, in die Vorlesungen zu gehen, denn die Vorlesungen finden in einem Horsaal statt, und es ist nicht moglich, die Anwesenheit von 300 Studenten zu kontrollieren.Aber die Anwesenheit ist obligatorisch in den Ubungen, wie in den Praktika und in den Sprachkursen. Es kommmt vor, wenn man auf eine Party am Vorabend gegangen ist,dass man auf seinem Zimmer bleibt und nicht in die Vorlesungen geht.
In Centrale wohnen fast alle Studenten in einem Studentenwohnheim. Deshalb feiern wir oft Feten und arbeiten wenig: nach zwei schwierigen Jahren in der Vorbereitunsklasse darf man sich doch wohl einbisschen erholen oder micht?


Ingenieurstudentin in Frankreich - Anne-Laure, Lyon 17.12.98 (372)

hallo !

Ich Heisse Ane-Laure und ich bin eine 20 jahrige Franzozin , die an einer Technischen Hochschule studirt, deren Name Ecole Centrale de Lyon ist .

Ich studiere Ingenieurwissenschaft, um eine vielseitig ausgebildeter ingenieur zu werden . Das heisst : Elektronik Machinenbau, Informatik, Mahematikund Materialwissenschaft .

Dazu lerne ich auch Englisch und Deutsch, aber das Leben in der Schulestellt viel mehr dar: Da sie ein bisschen Zeit haben, konnen die Studenten viel Sport treiben, Musik machen oder tun wozu sie Lust haben .

Leider mag ich nicht so gern die richtigen Studienfacher . Warum ?Bevor ich an diese Schule in Lyon kam , studierte ich in einer Vorbereitungklasse in Paris . Dort mussten die Studenten viel arbeiten , um die Eingangsprufung zu bestellen.

Ich mochte sher gern Chemie aber hier gibt's nicht mehr ... Aber alles ist nicht zu spat : ich mochte diesen Sommer ein Industriepraktikum in einer Chemie-firma in Deutschland machen
(Wenn Du eine Addresse fur mich kennst , bitte konntest Du sie mir schreiben?).

Dazu mochte ich meine drittes Jahr als Student von Centrale an einer Chemie-hohschule absolvieren, um meine Chemie-kenntnisse zu verbessern .

vielleicht stellst DuDir noch die Frage , warum ich nicht an einer Chemie-hochschule bin ? Hier ist die Antwort :ich denke, dass es wichtig ist, eine moglichstbreitgefacherte ausbildung zu haben.

So viel zu meinem Studentenleben, ich hoffe , es war nicht zu langweilig !!!!

TSCHUSS !!!


Antwort an Anne-Laure zu Chemiepraktikum - JO JO 17.12.98 (373)

Hallo, Ae-Laure,
der#as beste ist, wenn Du D#ich an Bayer in Leverkusen oder aan BASF in Ludwigshafen wendest. Da gibt es bestimmt etwas für Dich.
Allerdings, wenn ich nachdenle, fällt mir ein, dass Hoechst mit Rhone-Poulenc fusioniert hat. Das waere doch was.
Alles Gute
JO JO


Fragen fur David R. - Yves et Jean-Baptiste, Lyon, Frankreich 24.11.98 (302)

Hallo David ! Wie geht's ? (Wir hoffen, es dich nicht stort, wenn wir dich dutzen ...) Wir sind zwei franzosische Studenten aus der Ecole Centrale de Lyon (eine franzoÎsische Technische Hochschule). Unsere Deutschlehrerin hat uns vorgeschlagen, die Lebensweise eines deutschen Student besser zu kennen. Deshalb mÎogen wir dich einige Fragen stellen :

---> Was denkst du Ïuber das System der UniversitaÌt (in Deutschland na klar ...) ?

---> Dann, wie vorstellst du das franzoÎsische System ?

---> Denkst du, dass die ActivitaÌten den Nachmittagen am Schule eine gute LoÎsung fÏur eine gesunde Lebe ist ?

---> Gibt es eine Auswahl den Menschen nach die Ende des Gymnasium ? (Wenn die Antwort ja ist, wie ?) (Kennst du das franzosische System den Vorbereitungsklassen und was denkst du darÏuber ?)

---> Wie sind, in Deutschland, die Schule finanziert ? Ist die Industrie wichtig dazu ? Dank fuÏr deine Antworten, vielleicht werden wir ein nÌachstes Mal dich anderen Fragen stellen ...

Vielen Dank. Yves und Jean-Baptiste.




Zu den Fragen von Yves und Jean-Baptiste - David R. 29.11.98 (311)

Salut Yves und Jean-Baptiste,

koenntet ihr eure erste Frage bitte etwas praezisieren, um eine Antwort zu ermoeglichen. Ueber das fraenzoesische System weiss ich leider fast nichts, und kann deshalb auch keine Antwort auf die zweite Frage geben. Die Schulen in Deutschland sind rein staatlich finanziert. Und die Industrie ist dazu ziemlich unwichtig. Falls ihr weitere Fragen, vielleicht nicht so allgemeiner Natur habt meldet euch doch bei mir. I also speak English et je parle un peu francais. Alors chossis un(e)? langue vous preferez. Excusee mois mais mon keyboard (us) n'a pas des accents.


Nachste Fragen ... - Yves und Jean-Baptiste, Lyon, Frankreich 06.12.98 (325)

Hallo David !

Vielen Dank fur deine letzte Antwort (und auch fur die fruhere, na klar !) Eure Fragen waren namlich vielleicht nicht sehr klar aber jetzt werden wir treiben, dir einige Besseren zu stellen.

---> Was ist dein lieblingstes Fach ? Mathematik (wirklich)? Physik ? (vielleicht beiden ? ) .... Warum und wofur ? Wie sind deine Neigungen fur Schulfacher gewachsen seitdem du vesuchtest die Grundschule ?

---> Konntest du Darmstadts Techniche Hochschule beschreiben ?

---> Gefallt deine Schule dir ? Welche Arbeitsgrundform vorschlagt sie ?

---> Bist du einer Interner ? Falls du einer Interner bist , ist die Atmosphare angenehme ?

---> Konntest du deinen Professoren beschreiben ?

---> Wie ist die Aufbau der Schules ? Denkst du, dass sie wirksam ist ?

---> Was ist die hauptsachlichen Problemen der Schules fur dich ? Gibt es slisschlich Losungen ?....

---> Denkst du, dass deine Schule eine internationale Aufgeschlossenheit hat ? Willst du in einem fremden Land studieren ?

Vielen Danke fur deine Antwort, Jean-Baptiste und Yves




Antworten - David R. 12.12.98 (341)

Hallo Yves und Jean,

zu euren Fagen:

Ich gehe nicht mehr zur Schule und alle Faecher in der Uni gefallen mir eigentlich ganz gut. Und mir haben schon immer die Naturwissenschaftlichenfaecher am besten gefallen, seit der ersten Klasse Grundschule.

Leider kenne ich dir darmstaedter Hochschule nicht !

Meine Uni ist ganz in Ordnung, es gibt ueberall Licht und Schatten. Das studieren ist sehr frei.

Was ist ein Interner ?

Sehr verschieden, den Prototyp des Professors habe ich noch nicht getroffen.

Ich denke die Ausbildung ist sehr gut.

Wie schon gesagt es bibt Licht und Schatten, insgesamt bin ich aber ganz zufrieden.

Ich finde, dass meine Uni zuwenig internationale Aufgeschlossenheit hat und ich mache derzeit ein Auslandsstudium. ( Siehe auch Menschen im Kaleidoskop )

Salut

David


Uber Centrale Lyon ... - Yves und Jean-Baptiste, Lyon, Frankreich 07.12.98 (330)

Hallo Menschen (und genau David R.)

Wir sind zwei Studenten aus der Ecole Centrale de Lyon (eine franzosische Hochschule, die Ingenieur ausbildet) :

Y:ich heisse Yves P., ich werde am nachsten Donnerstag zwanzig sein, und habe eine relative-technische Vorbereitungsklasse (das ist eine franzosische Art, um sein Grundstudium zu machen) wahrend der letzten zwei Jahre versucht und jetzt versuchte ich die Kursen der ersten Jahr.

JB:ich heisse Jean-Baptiste F. und ich habe in Versailles meine Wettbewerben vorbereiten. Das war ein harter Unterrricht fur mich.Jetzt ist das Lebe frohlicher, aber wir werden daruber sprechen... Wir schlagen Sie vor, eure Hochschule (Centrale Lyon) zu beschreiben. Dafur werden wir einen Dialog machen .

JB:Warum hast du Centrale Lyon gewhalt ? Hast du es spass gemacht ?

Y: Tatsachlich wollte ich nicht wirklich zu Centrale zu kommen. Mein Wunsch war namlich zu einer Elektronischen Hochschule zu gehen, aber ich wurde nicht Supelec (die beste fransozische Hochschule fur Elektronik). Mein nachste Wunsch war Centrale Lyon und so bin ich da. Ich muss ja erkennen, dass ich am Anfang des Jahres nicht sehr froh war, sondern jetzt bin ich froher als, meine Meinung nach, ich noch vielen Chancen habe, (und vielleicht mehr als ich zu Supelec gegangen wÌre.

Y: Vielen Menschen (sogar die Studenten dieser Schule) denken ,dass, wenn du eine franzosische Grande Ecole besucht, du dann nicht mehr arbeiten kann ! Was ist deine Meinung nach eine solche Gedacht (und genau in Centrale) ?

JB:Ich war wirklich erstaunt, wann ich in Centrale Lyon gegangen bin .Alles war so unterschiedlich ! Es gag ein Fest fast jeder Woche, und Arbeiten war kein Problem fur die Studenten : keine Angst, keine Zwang .... Aber jetzt ist das Leben fast normale geworden : die Unterrichten zwingen uns ,ein friedlicheres Leben zu haben. Der Anfang der Jahr war hart fur mich ,weil ich nicht entschieden war : musste ich arbeiten , oder faulenzen ? Jetzt habe ich die Antwort : ich muss die beiden machen, und das ist sehr wichtig,um eine ausgewogzene Leben zu haben ( nicht wie in der " classes preparatoires" ).

JB:Wolltest du fur deine dritte Jahr in einem fremden Land studieren ? Warum ?

Y:Ja ich finde diese Idee, ein Auslandstudium zu machen, sehr toll. Ich habe ja nÌmlich eine grosse Lust das zu machen, aber ich mÎchte am liebsten in England oder in der USA studieren. Aber warum ? Weil ich fÏhle viele Spass jedesmal ich hÎre die englische Fremdsprach. DafÏr versuche ich Ïbrigens Vorbereitungsunterricht fÏr zwei english Testen (das TOEFL und das GRE), um vielleicht, ich hoffe so, in einem fremden Land zu studieren.

Y:Denkst du , dass das Diplome unserer Hochschule uns helfen wird ,um ein gutes Beruf zu finden ? Warum ? (Ich meine : wofÏr ist ein generalistes Diplome interessant ? Machst du Sorgen darÏber ?

JB:Ich finde es sehr wichtig , ein generalistes Diplom zu bekommen ,weil wir mehrere Berufe ausuben konnen .Heute ist es hart ,immer ein neues Beruf zu finden, weil Arbeitslosigkeit so gross in unseren Landen ist. Ich denke auch , dass unseres Diplom wirksam ist , um beruf zu finden..

Schliesslich danken wir David R. fur seiner eventuellen Antwort zu unserer letzten E-mail .Wir hoffen auch, dass dieser Text Ihr viele Spass gemacht hat. Wir danken auch unsere Deutsche Lehrerin ( Frau Monika D.) ,die Ïber diesen Forum gesprochen hat. Dieser Forum ist nÌmlich eine schÎne Art, Deutsch (wieder) zu sprechen

Jean-Baptiste und Yves ...


Das franzözisische System der Grandes Ecoles - Remy Charavel, Senegal 07.12.98 (327)

Um in Frankreich Ingenieur zu werden, gibt es ein besonderes System, die Grandes Ecoles. Man studiert nicht an der normalen Universität, sondern in einer speziellen Ingenieurhochschule. Um in eine solche Schule hineinkommen zu können, muß man zwei oder drei Jahre vorher studiert haben. Diese zwei Jahre vor der Grande Ecole verbringt man in der Classe Préparatoire. Die Classe Préparatoire sind in dem Gymnasium direkt nach dem Abitur. Diese zwei Jahre sind nur eine intensive Vorbereitung für die Auswahlprüfung um in eine Ingenieurhochschule hineinzukommen. In der Classe Préparatoire kann man nur das zweite Jahr einmal wiederholen. Das bedeutet, daß die Leute die im ersten Jahr durchfallen oder die keinen Studiensplatz nach diesen drei Jahren bekommen, an der normalen Uni ihr Studium aufnehmen müssen. Während dieser zwei oder drei Jahre in der Classe Préparatoire müssen die Studenten ungefähr 35 Stunden pro Woche in der Schule und noch 25 Stunden zu Hause arbeiten. Es gibt eine schriftliche und drei mündliche Prüfungen pro Woche. Die Hauptfächer, die gelehrt werden, sind Mathematik und Physik. Man lernt auch Technologie, Französisch und Englisch. Während dieser zwei Jahre in der Classe Préparatoire hat man nur ein Ziel sich auf die Auswahlprüfung vorzubereiten und der Beste zu sein.

Wenn man die Auswahlprüfung gut bestanden hat, kann man eine Ingenieurhochschule wählen. Die Leute, die die Besten waren, können frei die Hochschule wählen, die sie wollen, aber die Schlechteren müssen nehmen, was sie bekommen. Das Studium an der Ingenieurhochschule dauert dann drei Jahre. Dort lernt man etwas allgemeinere Dinge als in der Classe Préparatoire. Der Ingenieur muß etwas "Kultur" haben, deshalb studiert er Wirtschaft, Sprache, und manchmal Kommunikation während eines Drittels der Studienzeit. Die Mathematik wird nicht länger so viel gelehrt wie in der Classe Préparatoire. Stattdessen studiert man Informatik und viele technische Fächer. Zweieinhalb Jahre lang studiert man an der Ingenieurhochschule nur Theorie und Praxis einen Tag pro Woche. Zum Schluß, macht man 6 Monate lang ein Praktikum in einem Unternehmen oder an der Uni.

Diese drei Jahren an der Ingenieurhochschule sind ruhiger als die zwei Jahre in der Classe Préparatoire. Diese beiden Studienabschnitte kann man nicht miteinander vergleichen. Man muß nur 28 Stunden in der Ingenieurhochschule bleiben und hat zu Hause nicht so viel zu tun. Es gibt keinen Druck mehr, weil jeder, der hineingekommen ist, werde sicher sein Diplom bekommen. Wenn man aus einer Grande Ecole kommt, gibt es kein Problem eine Arbeit zu finden. Der Ingenieur dieser Grandes Ecoles kann allgemein eingesetzt werden. Er kann sowohl im Finanzwesen als auch im Versicherungwesen arbeiten, aber auch in der Industrie oder in der Forschung. Die Idee der Grandes Ecoles ist es eine Elite zu formieren.

Dieses System auf welches die Franzosen so stolz sind, ist sehr angreifbar. Durch diesen Wunsch, eine Elite zu schaffen, erzeugt man auch eine Idee von Prestige. Die Jugend und die Unreife der Kandidaten zum Zeitpunkt der Schulwahl läßt viele Studenten lieber eine Ecole wegen des Prestiges wählen, als sich für eine bestimmte Berufausbildung zu entscheiden. Der Kandidat ist erst 20 Jahre wenn er die Schule wählen muß und hat zwei Jahre lang nur fur die Auswahlprüfung gearbeitet, ohne weiter nachgedacht zu haben. Da diese Mentalität weit verbreitet ist, sind in der Ecole viele Studenten, die kaum mehr Motivation haben und die nicht wirklich an einem Berufsstudium interessiert sind. Der Arbeitswille an dieser ist Ingenieurhochschule nicht groß, wahrscheinlich weil die Studenten vorher zu viel gearbeiten haben. Da dieses Studium den Staat sehr viel kostet (ungefähr 120 000 Frs pro Jahr und Student), bekommt jeder Student, der aufgenommen worden ist, sein Diplom. Zugleich verschwindet der Druck und die Motivation zum Lernen. Dieses System erzeugt etliche Ingenieure, die weniger Ingenieur sein wollen als auf ein hohes Ansehen Wert legen. Vieleicht ist das der Grund, warum viele Ingenieure der Grandes Ecoles in einer Bank arbeiten wollen. Es gibt natürlich auch viele Studenten, die stark motiviert sind, und die ihre Arbeit mögen, aber wenn man das System ein bißchen ändern würde, könnte man die Energie der Leute sparen, die ein Ingenieurstudium machen, ohne es zu mögen.



  Zurück zum Menü  (David R., Student)

© Wolfgang Hieber 1998-2009