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Der Beruf später

Das Vordiplom ist wohl ein erster wichtiger Abschnitt...
"Ja, im Vordiplom war ich bei den Besseren dabei. Das spielt eine wichtige Rolle. Die Besseren werden von den Profs eingeladen. Die Profs sagen: Machen Sie doch bei uns die Diplomarbeit! Denken Sie auch mal darüber nach, ob Sie promovieren wollen!"

Und das heißt wohl auch, daß sich die Firmen um diese guten Studenten bemühen?
"Ja, da wird bereits zu diesem Zeitpunkt schon sehr viel gemacht. Von Siemens z.B. Die haben ein eigenes Programm dafür. Die Besten werden umworben. Man ist da schon sehr interessiert, möglichst bald die guten Studenten an die Firma zu binden. Daß es so kommt, hat einem vorher niemand gesagt. Ich hatte das Vordiplom ganz locker genommen und dachte: das Vordiplom spielt für später ja gar keine Rolle, taucht nirgends mehr auf, man muß es ja nur bestehen. Und jetzt bin ich - weil ich eben zur Gruppe der Besseren gehöre - eingeladen worden. Im Nachhinein muß ich sagen: Es würde mich ziemlich ärgern, wenn ich im Vordiplom nicht so gut abgeschnitten hätte."

Gibt es etwas, was du im Beruf später nicht gern machen möchtest?
"Also was ich nicht machen möchte: nur programmieren, immer vor dem Rechner sitzen. Ich habe das mal gemacht, drei Wochen lang, das geht auf die Dauer schon auf die Gesundheit. Wenn man immer vor dem Bildschirm sitzt und tippt. Ich habe es ganz gern, wenn der Rechner mit dabei ist. Aber nicht nur."

Im Fach Elektrotechnik sieht ja der Arbeitsmarkt für Studienabgänger überhaupt recht rosig zur Zeit aus, oder?
"Ja, auch die sog. schlechtere Gruppe braucht sich keine Sorgen zu machen. Da kriegt jeder einen Job. Selbst der schlechteste. Die Firmen suchen ja händeringend Leute. Auch für Praktikantenstellen: Früher, als es in Elektrotechnik noch mehr Studenten gab, waren solche Stellen knapp. Jetzt haben sie noch 100 Praktikantenstellen offen. Die rufen uns jetzt schon an und schlagen sich drum, wer einen Praktikanten bekommt. Zur Zeit finden die Firmen gar nicht genügend Leute."

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© Wolfgang Hieber 1998-2009