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| Umfrage
Teil 1 | Teil 2 | |
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Person 15:
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"Manchmal, wenn ich in Berlin nachmittags aus dem Fenster schaue, komme
ich mir vor wie in einem Science-fiction-Film: Die Stadt ist völlig
ausgestorben, in den Häusern brennt kein Licht, und in den Straßen
stehen leere Autos herum. Dieses Gefühl, als wäre gerade eine
Neutronenbombe eingeschlagen, ist sicher die negative Seite der ausgeprägten
Individualität in Deutschland.
Auf der Straße findet kein Austausch statt, niemand bittet den anderen um Zwiebeln oder was sonst gerade fehlt. Ich vermute, dass daran auch das Ladenschlussgesetz schuld ist, denn die Stadt stirbt, sobald die Läden zumachen" (Die Zeit) |
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Person 16:
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"Ich habe seit meinem Studium in Conakry gelebt, einer Stadt, in der man sich gerne diskret und sehr elegant kleidet. So habe ich, als ich zuerst nach Göttingen zog, ebenfalls häufig Anzüge getragen. Doch jedesmal, wenn ich so gekleidet irgendwo auftauchte, wurde ich unweigerlich gefragt, ob ich Geburtstag hätte. Nun, die schlichte und tendenziell farblose Jeans-mit-Pullover-Tracht, die in Deutschland favorisiert wird, hat andererseits den Vorteil, dass man vielleicht weniger auf die Kleidung als auf die Persönlichkeit eines Menschen achtet." (Die Zeit) |
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© Wolfgang Hieber 1998-2009