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Person 19:
Toko Kiezi (25), Angola
"Ich finde, dass die Deutschen es sich in Liebesbeziehungen sehr schwer machen, besonders die Verheirateten  . Wenn man sich schon lange kennt, liebt und einander vertraut, aber das Sexualleben nicht mehr so gut funktioniert, dann sollten sich Mann und Frau nicht im Wege stehen, wenn es darum geht, sich irgendwo anders eine Geliebte oder einen Geliebten zu suchen. Doch in Deutschland gibt es viele Männer, die lassen ihre Frauen nicht einmal allein auf Partys gehen. Und das, obwohl auf deutschen Partys die Konversation im Mittelpunkt steht."
(Die Zeit)

Person 20:
Toko Kiezi (25), Angola
"Niemand singt auf deutschen Partys, weil die Deutschen immer nur das machen, was sie gelernt haben. Wer keine professionelle Gesangsausbildung hat, der singt nicht, aus Angst sich zu blamieren. Das ist bei sehr vielen Dingen so, auch im Berufsleben. Ich vermute, dass die Deutschen deswegen auch keine guten Händler sind, weil die Welt des Handels die Welt des Risikos ist, wo es oft weniger auf Professionalität als auf Intuition ankommt." (Die Zeit)

Person 21:
Toko Kiezi (25), Angola
"Anders als in Afrika tanzt man hier nur, um sich zu amüsieren. Bei uns dagegen muss man dem Rhythmus gehorchen - deswegen sieht es immer ganz anders aus, wenn man Afrikaner und Deutschen beim Tanzen zusieht. Deutsche bewegen sich mit dem ganzen Körper und wirbeln viel mit den Armen, Afrikaner halten den Oberkörper eher ruhig und bewegen sich vor allem mit den Hüften". (Die Zeit)

Person 22:
Suzanne Leduc, Kanada
"Trotz der vielen Kneipen und Cafes, die ich sehr mag, existiert in Deutschland keine öffentliche Kultur... Man muss ja nicht gleich schunkeln, aber es ist diese Unfähigkeit zum Small Talk, die die Konversation oft so zäh macht. Auf Partys muss ich ständig das Gespräch in Gang bringen: Es ist eine Tortur, die Leute sagen einfach nichts. Womöglich sind viele auch einfach nur schüchtern und unsicher, denn wenn man lieb zu den Deutschen ist, sind sie dafür sehr dankbar." (Die Zeit)

Person 23:
Suzanne Leduc, Kanada
"Oft ist es mir schon passiert, dass Leute glänzende Augen bekamen, wenn sie hörten, dass ich Kanadierin sei. Viele beginnen dann gleich von ihrem Urlaub zu erzählen oder davon, dass sie so gerne mal die kanadischen Wälder und die tolle Landschaft sehen würden... Ich selbst finde Urwälder furchtbar langweilig und bin ja schließlich wegen dieser öden Einsamkeit von dort weggegangen. Ich mag es viel lieber, wenn man beim Spazierengehen hier einen Kirchturm und dort ein Schwimmbad am Horizont sieht, aber das ist offenbar das Gegenteil von dem, was die meisten Deutschen auf ihren Spaziergängen sehen wollen". (Die Zeit)

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© Wolfgang Hieber 1998-2009