Lehr- und Wanderjahre

web_walz_jungs

Arbeiten und Reisen

Junge Handwerker

auf der Walz

Eine Jahrhundertealte Tradition lebt

Seit dem 12. Jahrhundert ziehen junge Handwerker, die gerade ihre Ausbildung beendet haben, durchs Land, um andere Regionen, Kulturen, aber vor allem neue Handwerkstechniken kennenzulernen. Auch heute sieht man sie immer wieder und erkennt sie an ihrer auffälligen Kleidung, die man “Kluft” nennt: Handwerksgesellen auf der Walz. Gernot und Jürgen berichten, was ihnen an dieser alten Tradition gefällt …

Welchen Beruf habt ihr?
Wir sind Zimmerleute. Wir bauen Dächer, Häuser und alles, was aus Holz ist und stabil sein soll.

Wo kommt ihr her?
Ich komm´ aus einem kleinen Ort im Münsterland und Gernot aus dem Norden, direkt an der Küste.

Warum seid ihr als Gesellen auf die Walz gegangen?
Mal ehrlich: Wer will denn schon gleich fest angestellt arbeiten? Wir sind jung, die Welt ist groß. Da gibt´s doch mehr, als einfach fett zu Hause bleiben, immer im selben Trott. Das können wir später immer noch. Wir wollen was von der Welt sehen, wir sind frei. Das ist ein super Gefühl. So ohne festen Vertrag und solche Sachen. Wenn´s einem nicht mehr gefällt, geht man eben weiter. Was gibt es besseres?

web_walzWie lang seid ihr schon unterwegs?
Das macht jetzt sieben Monate bei mir und vier bei Gernot. Wir haben uns erst vor einem Monat kennengelernt und sind dann zusammen weiter. Ist netter so zu zweit. Aber auch schwieriger, Arbeit zu kriegen. Einen Mann stellt man schonmal ein, aber für zwei – da muss schon genug Arbeit da sein. Bisher hatten wir Glück. Es wird ja zurzeit im Sommer viel gebaut, da brauchen die Betriebe viele Leute, die mit anpacken.

Ihr habt ja sehr wenig Gepäck dabei. Was ist da drin?
Mit kleinem Gepäck reisen ist das Beste, was es gibt. Ich könnte das als Lebensdevise so weitermachen. In der Rolle hier ist eine Decke, ein Hemd zum Wechseln, eine Garnitur Unterwäsche, Zahnbürste und ein paar Strümpfe. Das wars. Kein Handy, kein Aufladekabel, kein Buch. Nix. Nur die Ausweispapiere und ein bisschen Geld …

Wie viel …?
Nur ein Notgroschen. Das gehört ja zum Prinzip der Walz dazu. Dass man sich zum Essen einladen lässt, im Auto oder Lastwagen mitgenommen wird und so. Und wenn wir arbeiten, bekommen wir ja auch keinen Lohn, sondern eben nur was zu essen und einen Platz zum Schlafen. Manchmal gibt es auch ein bisschen Geld, aber das geht eigentlich gegen die Gesellen-Ehre …

 

  • In unserem Land gibt es eine ähnliche Tradition: …
  • Ich würde diese Freiheit auch gern nutzen, weil …
  • Ich finde, … Meiner Meinung nach …

Ein Beitrag

  1. Hammoumi
    Erstellt am 1. Februar 2018 um 11:58 | Permanent-Link

    Mochtest du im Ausland studieren

    hallo! ich bin Anass ich bin 14 jahr alt, ich wohne in mulhouse, ich bin in dem collége Francois villon.
    ich mochte nicht im ausland studieren, fur weit von meiner familie.
    ich bin gegen dieses projekt, weil es viele studentengibt, die sich nicht leisten konnen, die studiengebuhren zubezahlen, die sehr hoch sind

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Lehr- und Wanderjahre und getagged , , . Bookmarken: Permanent-Link. Eigenen Beitrag schreiben oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.