Arbeit und Beruf

Tischler

arbeiten mit Holz. Ein schönes Handwerk.

Wir sind bei einem Tischler zu Besuch …
Foto: Tischler Nord 

Tischler heißen sie im Norden, Schreiner im Süden

Eine Ausbildung im Tischler-/Schreinerhandwerk ist bei Jugendlichen sehr beliebt. Sie dauert drei Jahre.

  • Die Auszubildenden (Azubis, Lehrlinge) arbeiten in einem Betrieb und gehen jeweils einen Tag pro Woche in die Berufschule.
  • Dann absolvieren sie eine theoretische und eine praktische Prüfung, die überall den gleichen Qualitätsstandards entspricht. 
  • Am Schluss bekommen sie ein besonderes Zeugnis: den Gesellenbrief.
  • Dann folgen einige Jahre in einer Werkstatt, in der sie als Gesellen arbeiten, bevor sie den „Meister“ machen können.
  • Und sie besuchen die Meisterschule, lernen noch viel über Betriebswirtschaft dazu und perfektionieren ihre praktischen Fähigkeiten. 

Tischler/Schreiner arbeiten entweder selbständig in einer eigenen Werkstatt, oder sie sind angestellt. In diesem Fall arbeiten sie in der Tischlerei von Nils Altenkamp.

Nils Altenkamp aus Burgdorf ist Tischlermeister. Er ist selbständig und hat drei Mitarbeiter, einer davon hat gerade mit der Ausbildung angefangen.Herr Altenkamp berichtet darüber, was ihm an seinem Handwerksberuf so gefällt.

Warum haben Sie den Beruf gewählt – und keinen anderen?
Schauen Sie sich doch allein mal Holz richtig an: Ist das nicht ein wunderbarer Werkstoff? Ich liebe den Umgang mit Holz, den Duft und ich fasse es gern an. Das Zusammenspiel der einzelnen Materialien ist doch einmalig. Das hat mir als Kind schon gefallen. Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich die Werkstatttür aufmache. Immer noch – auch wenn ich dafür schon morgens um 4.00 Uhr aufstehe und abends oft nicht vor 22.30 Uhr mit der Arbeit aufhöre. Meine Frau sagt dann: Jetzt ist Schluss, jetzt machen wir auch mal Urlaub!

Was ist Ihnen an Ihrer Arbeit besonders wichtig?
Wenn ich zufriedene Kunden habe, dann ist das eine Genugtuung. Ich will denen nicht irgendwas verkaufen, sondern eine genau passende Lösung für jeden Anspruch finden. Ich will an die einfachen Dinge anknüpfen, die in Deutschland immer noch mit dem Handwerk in Verbindung stehen: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, hohe Qualität, beste Verarbeitung. Ich probiere immer, so optimal wie möglich zu arbeiten. Nicht umsonst ist ja das Handwerk in unserem Land so angesehen. Deshalb habe ich nach meiner Ausbildung auch den Meistertitel gemacht, das hat einfach auch gesellschaftlich einen hohen Stellenwert.

Was machen Sie besonders gern?
Ich entwerfe und baue gern Möbel, das soll auch in Zukunft immer mehr mein besonderes Profil werden. Und die Leute, die ich so im Lauf der Zeit um mich geschart habe, finde ich halt auch klasse. Ich freue mich jeden Tag auf meine Mitarbeiter und andere Kollegen. Wenn wir dann ein Vorhaben besprechen und zusammen austüfteln, wie man eine Tür, einen Fußboden oder ein Regal am besten baut – da greift ein Rad ins andere und das ist ein toller Prozess, an dessen Ende ein einmaliges Produkt steht.

Und was gefällt Ihnen nicht so sehr?
Was mir nicht gefällt, das ist die finanzielle Unsicherheit. Selbstständigkeit ist halt riskant und man investiert erstmal, bevor man Geld verdient. Die ganzen Maschinen kosten viel, das Material. Darum habe ich auch erstmal eine Werkstatt gemietet, die ich mir mit einem anderen Kollegen teile. Dann sind die Kosten nicht so hoch. Ich will jetzt nicht sagen, dass mich Existenszangst plagt, aber so mit zwei Kindern und allem, da muss natürlich auch irgendwann was übrig bleiben von der Arbeit.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich stelle mir vor, dass ich irgendwann nur noch Möbel mache, für eine kleine ausgewählte Kundschaft, und dass die Leute zu mir kommen, weil sie wissen: Der Altenkamp ist genau der Mann für mein Projekt, auf den kann ich mich verlassen. Das wird perfekt.

 

  • Wie bei uns die Ausbildung zu einem Handwerksberuf abläuft …
  • In meiner Stadt/ in meinem Land: Bei uns …
  • Ich finde, … Meiner Meinung nach …

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