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Arbeit und Beruf
regen zum Spielen an,
verbreiten gute Laune,
schlichten oder trocknen Tränen.
Willi erzählt …
Wilhelm W. aus Gieboldehausen, 19 Jahre, Abiturient, Kinderbetreuer bei Familienfreizeiten
Wilhelm macht zur Zeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Tagesstätte für behinderte Kinder und Jugendliche. Seitdem Willi – so nennen sie ihn alle – 16 Jahre alt ist, macht er bei Familienfreizeiten als Kinderbetreuer mit. Er war schon mindestens 40mal im Einsatz. Manchmal ist das nur über ein Wochenende und manchmal – in den Ferien – aber auch für mehrere Wochen. Er bekommt dafür 25 Euro am Tag, außerdem darf er kostenlos im Freizeitheim wohnen und essen. Viel Geld ist das nicht – wenn man bedenkt, dass Kinderbetreuer manchmal Tag und Nacht für die Kinder und Jugendlichen da sind.
Was genau machen Kinderbetreuer?
Die Kinder kommen in den Ferien in das Freizeitheim – sie sind zwischen einem Jahr und 15 Jahren alt. Meist werden sie in Altersgruppen aufgeteilt, und dann kümmern sich mehrere Betreuerinnen und Betreuer um jeweils eine Gruppe. Dazu gehören Spiele – draußen und drinnen, kreative Aktivitäten wie Malen oder Basteln, Filme drehen, Unternehmungen in der Natur wie Hütten bauen oder Fußballturniere – je nach dem, wie alt die Kinder sind und was sie machen möchten.
Warum bist Du Kinderbetreuer?
Schon meine große Schwester hat als Kinderbetreuerin gearbeitet und durch sie bin ich auf diese Idee gekommen. Ich habe schon immer gerne mit meinen kleinen Cousins und Cousinen gespielt. Es macht großen Spaß, sich Spiele für Kinder zu überlegen und etwas mit ihnen zu unternehmen. Einige meiner Freunde sind auch Kinderbetreuer und wir schauen dann, dass wir gemeinsam bei den Freizeiten mitmachen. Das ist besonders schön.
Was müssen Kinderbetreuer können? Hast Du eine spezielle Ausbildung dafür machen müssen?
Man muss dafür Geduld und viele Ideen haben, Streit schlichten können und wissen, wie man Kinder und Jugendliche gut motiviert. Wenn man 16 Jahre alt ist, darf man zusammen mit erfahrenen Betreuern Kindergruppen leiten. Ich habe an einem Kurs teilgenommen, um die Jugendleiterkarte – die man abgekürzt „JuLeiKa“ nennt – zu machen. Dabei haben wir gelernt, worauf man bei Unfällen bei der medizinischen Erstversorgung achten muss und welche rechtlichen Vorgaben es gibt. Man muss eigene Aktionen für Kindergruppen planen und durchführen und üben, die Kinder und ihre Bedürfnisse zu erkennen und darauf richtig zu reagieren. Die Ausbildungsleiter haben uns dabei beobachtet und geschaut, ob wir für diese Arbeit geeignet sind. Dann haben wir die JuLeiKa bekommen und können nun selbst als Leiter eingesetzt werden.
Bekommst Du auch manchmal Lob oder Kritik von den Kindern oder ihren Eltern?
Von vielen Eltern bekommt man ein Feedback. Und meist ist ein herzliches ‘Danke!’ das schönste Lob. Und ich sehe ja, ob die Kinder gern mitmachen und zufrieden sind – dann weiß ich schon, ob es gut ist, was ich mache. Es kann auch mal sein, dass etwas nicht so gut läuft und es Konflikte gibt. Dann können wir uns immer mit dem Freizeitleiter treffen und besprechen, wo die Probleme waren und wie man sie lösen kann – oder was man beim nächsten Mal besser machen sollte. Das sind sehr gute und sachliche Gespräche, aus denen ich viel lerne.
Wie findest du diesen Beruf? Würdest du auch gern so etwas machen?
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