Erste Eindrücke

amtAuf Ämtern

in Deutschland.
Erste Erfahrungen
mit der Bürokratie …

Was irritiert?

Meine ersten Eindrücke von der Bürokratie in Deutschland
Wer nach Deutschland kommt und hier wohnen und arbeiten möchte, macht bald seine Erfahrungen mit Ämtern. Für neu Angekommene oft eine verwirrende Welt. Wortungetüme der Bürokratensprache müssen entschlüsselt werden: das Einwohnermeldeamt, die Aufenthaltsbescheinigung, die Kfz-Zulassung, das Sozialreferat usw. Wer und was sich dahinter verbirgt und wie alles so läuft, ist Neulingen anfangs sehr fremd. Nicht leicht, sich hier durchzubeißen …

Eindrücke, in Kurzfassung:

  • Es gibt feste Vorschriften und die werden stur eingehalten.
  • Ich war überrascht, dass ich in 15 Minuten alles erledigt hatte.
  • Sie fragten, wo meine Eltern geboren sind. Warum muss ich das angeben?
  • Jeder zieht eine Nummer. Das finde ich praktisch.
  • …………………………………………………………….

Eindrücke, im einzelnen:

Ein sehr starres Denken (Boyacioglu, 28, Student, Türkei)
Mein Stipendium läuft am 31.7. aus. ‘Es ist uns völlig egal, was Sie nach dem 31.7. machen’, sagen die zuständigen Leute. Da gibt es nichts zu rütteln: nach dem 31.7. bekomme ich kein Geld mehr. Ich finde, das ist ein sehr starres Denken, sehr unflexibel. Das Datum ist fest und damit basta.

Alles in 15 Minuten erledigt (Swetlana, 28, St.Petersburg, Russland)
Wie man auf Ämtern behandelt wird, war für mich eine sehr positive Überraschung. Bei uns gibt es so viele Schwierigkeiten, wenn ich ein Papier, eine Bescheinigung oder eine Auskunft bekommen will. Man weiß nie, wieviel Zeit man dafür braucht. Einen halben Tag oder den ganzen. Hier bin ich ins Kreisverwaltungsreferat, um mich anzumelden. Alles war in 15 Minuten erledigt. Das war eine große Überraschung, und ich war so glücklich. Ich hatte ja damit gerechnet, es würde vielleicht den ganzen Tag dauern. Alles lief sehr bequem, sehr schnell und die Beamten waren sehr freundlich. Sie hatten viel Geduld, wenn ich mich auf  Deutsch ausdrücken wollte.

Wo die Eltern geboren sind (Arthi, 30, San Francisco, USA)
Ich habe eine Arbeitserlaubnis beantragt. Für mich war recht aufschlussreich: Sie wollten wissen, wo meine Eltern geboren sind, wo sie leben. Sie sind aus Indien in die USA emigriert. In den USA müsste ich so etwas nicht angeben. Angenehm war, dass man nicht lange warten musste. In den USA kann das einen ganzen Tag dauern.

Eine Nummer ziehen (Iwan, 27, Minsk, Weißrussland)
Ich musste einmal in die Kreisverwaltung zur Anmeldung. In dem Warteraum zieht jeder eine Nummer, wenn er kommt. Dann setzt man sich hin, und wenn die Nummer aufgerufen wird, geht man in das entsprechende Zimmer. Ich war sehr erstaunt darüber. Das ist eine sehr praktische Einrichtung. Bei uns muss man immer fragen: ‘Wer war der letzte, bitte?’ Und jeder passt genau auf, dass sich niemand vordrängt. Hier braucht man nur auf die Nummer zu sehen, und wenn sie aufgerufen wird, ist man an der Reihe.

 

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